Anne Dreesbach, Michael Kamp: Luitpoldhütte: 125 Jahre Eisen aus Amberg
Ich kann es nicht genau sagen, aber ich denke das Buch Luitpoldhütte: 125 Jahre Eisen aus Amberg wurde zumindest kräftig von der Luitpoldhütte AG als Corporate Publishing Projekt zumindest mitfinanziert. Nein, das ist weder schlecht noch verwerflich, vor allem wenn man das konkrete Ergebnis ansieht:
Das Buch ist wirklich gelungen. Es zeichnet den Weg eines der bis in die 1950iger wichtigsten Unternehmen in der Region nach. Die Autoren beginnen nicht erst mit der Gründung der Luitpoldhütte, sondern gehen auch auf die Geschichte des Bergbaus im Mittelalter und die staatlichen Hüttenwerke ein. Wär hätte sagen können, dass viele staatliche Unternehmungen in Bayern bis Ende der 1920iger als Amt geführt wurden? Für mich besonders interessant zu lesen war die Passage über das Verhältnis zu benachbarten (privatgesellschaftlichen) Maxhütte zur staatseigenen Amberger Hütte - Auch ein Dokument der Lobbyismus-Geschichte.
Das letzte Drittel des Buches beschäftigt sich mit - nennen wir es beim Wort - dem Niedergang der Luitpoldhütte; man könnte etwas weniger negativ den Prozess als Umstrukturierung oder Gesundschrumpfen bezeichnen.
Wer die aktuellen Vorgänge um das Traditionsunternehmen, das unbestritten großen Einfluß auf die Entwicklung der Region hatte, verstehen will, der sollte dieses Buch kaufen. Woher kommen die 26 Prozent Anteil am Aktienkapital des Freistaates Bayern? Die Antwort steht im Buch oder den von mir initiierten Wikipedia-Artikel.

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