Die Woche Sonderheft zum Hindenburg Todestag

Hindenburg TodestagEin wenig lädiert ist es schon, die Sonderausgabe von “Die Woche” vom 2. August 1934. Neben der - je nach lesart gerechtfertigten oder übertriebenen Würdigung der Person Hindenburgs - hatte das Heft vor allem eine Aufgabe: Eine Brücke zu schlagen zwischen dem Nationalsozialismus und der Symbolfigur des alten Reiches. Auf Seite 3 gleich ein Bild, das mehr als die Hälfte der Seite einnimmt und Hitler in erfürchtiger Pose vor Hindenburg zeigt. Die Bildunterschrift passend zum Propaganda-Auftrag: “Der Reichspräsident und der Reichskanzler am Tag von Potsdam 21. März 1933. Mit einem Händedruck nimmt Hindenburg, der Präsident des Reiches, die Bekräftigung der Treue vom Führer entgegen. Der Hüter der großen alten Tradition und der Führer der jungen gewaltigen deutschen Bewegung sind eins geworden.”

Auf der vorletzten Seite des Heftes noch ein Propaganda-Foto erster Güte: Der Enkel des Reichspräsidenten zwischen Hindenburg und Hitler mit der Unterschrift “Der Enkel verbindet mit seinen beiden kleinen Händen die beiden Lenker der deutschen Geschicke, die beide das gleiche Ziel haben: Der Jugend eine bessere Zukunft zu schaffen.”

“Die Woche” gehörte seit 1916 zum Hugenberg-Konzern. Der Konzernlenker Hugenberg war Wirtschaftsminister im ersten Kabinett Hitlers und förderte mit seinem Medienkonzern zuerst die rechtsnationale DNVP, nach der Machtergreifung die Nationalsozialisten.

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