Geschichte des Marktes Schnaittenbach

SchnaittenbachFür mich wegen der Seltenheit beinahe unbezahlbar - obwohl der Kauf nur mit 30 Euro zu Buche geschlagen hat – ist das Sonderheft der Deutschen Gaue „Geschichte des Marktes Schnaittenbach“ aus den Jahr 1908. Der Volksschullehrer (extra hervorgehoben im Titelblatt) Georg Landgraf hat auf über 200 Seiten Quellenmaterial seines Geburtsortes verarbeitet. Hier findet man vor allem Historisches über die kleinen Leute. Beispielsweise sind alle Häuser und deren Besitzverhältnisse aufgeführt:

„Ns. Nr. 25, Auer. 1717 sehen wir das Anwesen im Besitze von Georg Spött, dem aber bald die Auer folgen. Die Pfarrbücher verzeichnen zuerst Wolf Auer, Bauer auf dem Forst. Dem Sohne Wolf Jakob wird das Anwesen neu eingesteuert und dabei gesagt: 1/16 Hof, ein in der Vierung gemauertes Haus, Städerl, Stall und Backofen, taxiert 110 sl, 7 7/32 Tagwerk. 1817 brennt es unter Wolf Auer, dem Sohne von Wolf Jakob Auer nieder. Von diesem übernimmt es dessen Sohn, der Binder Michael Auer, welcher am 12. Oktober 1853 Kunigunde Weiss von Schnaittenbach heiratet. Jetzt besitzt es der Letzteren Sohn Johann Auer, welcher seit 12. September 1885 mit Katharina Luber verehelicht ist und eine Ökonomie bewirtschaftet.“ Ausserdem sind jede Menge Statistiken (z.B Sterbefälle und Todesursachen), Auszüge aus Ratsprotokollen und die Gemeinde und Kirchenfinanzen abgedruckt.

Ich würde gerne Teile davon scannen und ins Netz stellen, allerdings würde es das Heft zerstören, auch wenn es bis auf den Papierumschlag (der mit Tesa „restauriert“ wurde) in sehr guten Zustand ist. Spezielle Nachfragen beantworte ich – Zeit vorausgesetzt – herzlich gerne.

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3 Kommentare zu “Geschichte des Marktes Schnaittenbach”

#1 Thomas schreibt am 09.06.08 um 14:26

Hast du es evtl. mit Abfotografieren versucht? Da würde dann nicht so viel Druck auf das Büchlein gepresst werden.

#2 Klaus Brendle schreibt am 01.01.09 um 12:16

Wäre sehr an einem Scan interessiert,
da meine Vorfahren (Familie Hopfner) ab 1765 als Hafner
in Schnaittenbach ansässig waren.

Grüsse von der Mosel

Klaus Brendle

#3 Enderer Markus schreibt am 31.03.10 um 02:20

Hallo!

Hört sich ja sehr interessant an! Lebe noch und gerne in einem alten Haus inmitten der Stadt (Hauptstraße 22). Frühere Besitzer müssten Reichel geheißen haben. Hausname ist “Gloserfriedl”. Enderer könnte in dem Zusammenhang um die vorletzte Jahrhundertwende in Frage kommen… Steht in dem Buch evtl. mehr darüber?

Besten Dank vorab

Markus Enderer

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