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Tom Peters: Re-imagine!

Tom Peters: Re-imagine!Es gibt Bücher, die Schlüsselerlebnisse auslösen. Die Seele einer neuen Maschine war für mich persönlich so ein Buch, 12 Jahre später Tom Peters Re-imagine! … 2004 habe ich mir das Buch bei Hugendubel gekauft, weil ich beim Durchblättern feststellen durfte, dass das Buch so geschrieben ist, wie ich Fachbücher lese. Damit meine ich jetzt nicht den Schreibstil. Am Seitenrand, dort wo ich gerne Anmerkungen kritzle, stehen bereits Anmerkungen: Literaturhinweise, Zitate, Zahlen und (ganz wichtig!) direkte Verweise auf andere Kapitel im Buch. Genial, so wünsche ich mir das!

Die Optik des Buches gleicht sich dem Schreibstil von Tom Peters an, knallig und alles andere als langweilig. Das ganze Buch ist in Schwarz/Rot gehalten, das ist seine CI die man auch auf seiner Website wiederfindet. Peters schreibt auf eine Weise durch die man gar nicht wahrnimmt, wie viele Informationen man aufsaugt. Es klingt nicht nur so, es ist so - ja ich bin ein bekennender Tom Peters Fan, auch wenn ich die ein oder andere Aussage vielleicht nicht mittragen kann (z.B. zur us-amerikanischen Politik).

Um auf das inhaltliche zu Sprechen zu kommen: Besonders beeindruckt haben mich zwei Punkte - Frauen und Design. Wer jetzt “das war zu erwarten” denkt liegt falsch. Frauen als Entscheider ist damit gemeint und Design als Verkaufsargument (in meiner eigenen Lilalaune-Marketingwelt gehört Branding zum Design, wissenschaftlich völlig daneben).

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Playboy

Viva Liza nackt im PlayboyDer Playboy, so meinen zumindest viele ironisch anmerken zu müssen, werde nur wegen der guten Reportagen und der Witze gekauft. Über die Witze kann man auch online schmunzeln, für die Reportagen lohnt sich der Kauf der Printausgabe.

In der April-Ausgabe 2008 des Playboy beispielsweise Kritisches zur Person Manfred von Richthofen. Während sich andere Hochglanz-Magazine brav den Mythos vom Ritter der Lüfte pflegen, ein Bild das auch die teuerste deutsche Kinoproduktion zeichnet, kratzt das Männermagazin an der schönen Fassade:

Schon von seinem Vater hat er das Verfolgen einer Blutspur gelernt, schon als Kind einem Tier den Fangschuss gegeben. Später wird der junge Leutnant schnell aufsteigen, nicht nur in die Lüfte sondern auch in der Karriereleiter. Doch das unbestrittene Fliegerass hat keine weisse Weste. Schon als Staffelführer trillt er seine Untergebenen darauf, die Flugzeuge der Gegner nicht nur abzuschueßen – die Flugzeuge sollen brennen, die generischen Piloten den Flammentod sterben. Nach Abschüssen soll der Rote Baron immer folgende Frage gestellt haben: „Brennend oder nicht brennend?“ Wirklich kein ritterliches Verhalten. Nachdem er einen Abschuss 1917 mit einer Kopfverletzung überlebte, trägt sein Jagdinstinkt schon fast pathologische Züge. Er hat anscheinend kein Gefühl mehr, auch für Gefahren. Schließlich wird er abgeschossen … der Mythos vom Roten Baron hat überlebt.

Besonders lesenswert in der April-Ausgabe die Interviews mit Barmann Charles Schumann („Ein echter Mann muss nicht saufen“) und Vollweib Barbara Schöneberger. Ich weiss es nicht, wieviele wegen der Reportagen und Berichte den Playboy kaufen; die Texte sind jedoch deutlich mehr als Staffage für die zugegeben wunderschönen Bilder.

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Geschichte der Deutschen Plastik

Deutsche PlastikDie „Geschichte der Deutschen Plastik“ von Dr. Wilhelm Bode lässt sich für mich nicht Datieren. Grammatik und Rechtschreibung lassen jedoch auf ein Herausgabejahr vor 1900 schließen. Gekauft habe ich das Buch, weil mit die Skizzen der Plastiken interessiert haben. Darauf lassen sich mehr Details erkennen als auf vielen modernen Fotografien. Natürlich sind die Texte alle im zeitlichen Kontext zu betrachten, dass beispielsweise norditalienische als deutsch eingestuft werden und auch manche deutschtümelnde Ausdrucksweisen. Aber auch gerade dieser zeitliche Aspekt ist interessant, zu sehen wie die allgemeine gesellschaftliche Meinung zu dieser Zeit war, 30 Jahre nach Gründung des Deutschen Reiches. Neben einem patriotischen Stolz auf kulturelle Leistungen war auch eine sehr ausgeprägte heimatverbundene Bewegung in der Bevölkerung vorhanden – auch dies schwingt in den Texten mit.

Ich versuche auch immer (zumindest) Teile antiquarer Bücher der Allgemeinheit im Web zur Verfügung zu stellen. Bei der „Geschichte der Deutschen Plastik“ habe ich an die bereits erwähnten Skizzen gedacht. Diese dürften m.E. (s. geschätztes Ausgabejahr) bereits allgemeinfrei geworden sein.

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Geschichte des Marktes Schnaittenbach

SchnaittenbachFür mich wegen der Seltenheit beinahe unbezahlbar - obwohl der Kauf nur mit 30 Euro zu Buche geschlagen hat – ist das Sonderheft der Deutschen Gaue „Geschichte des Marktes Schnaittenbach“ aus den Jahr 1908. Der Volksschullehrer (extra hervorgehoben im Titelblatt) Georg Landgraf hat auf über 200 Seiten Quellenmaterial seines Geburtsortes verarbeitet. Hier findet man vor allem Historisches über die kleinen Leute. Beispielsweise sind alle Häuser und deren Besitzverhältnisse aufgeführt:

„Ns. Nr. 25, Auer. 1717 sehen wir das Anwesen im Besitze von Georg Spött, dem aber bald die Auer folgen. Die Pfarrbücher verzeichnen zuerst Wolf Auer, Bauer auf dem Forst. Dem Sohne Wolf Jakob wird das Anwesen neu eingesteuert und dabei gesagt: 1/16 Hof, ein in der Vierung gemauertes Haus, Städerl, Stall und Backofen, taxiert 110 sl, 7 7/32 Tagwerk. 1817 brennt es unter Wolf Auer, dem Sohne von Wolf Jakob Auer nieder. Von diesem übernimmt es dessen Sohn, der Binder Michael Auer, welcher am 12. Oktober 1853 Kunigunde Weiss von Schnaittenbach heiratet. Jetzt besitzt es der Letzteren Sohn Johann Auer, welcher seit 12. September 1885 mit Katharina Luber verehelicht ist und eine Ökonomie bewirtschaftet.“ Ausserdem sind jede Menge Statistiken (z.B Sterbefälle und Todesursachen), Auszüge aus Ratsprotokollen und die Gemeinde und Kirchenfinanzen abgedruckt.

Ich würde gerne Teile davon scannen und ins Netz stellen, allerdings würde es das Heft zerstören, auch wenn es bis auf den Papierumschlag (der mit Tesa „restauriert“ wurde) in sehr guten Zustand ist. Spezielle Nachfragen beantworte ich – Zeit vorausgesetzt – herzlich gerne.

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CGI Programming with Tcl

Sie ist ein klein wenig aus der Mode gekommen, die Tool Command Language oder kurz Tcl. Auch wenn die Sprache von einer (immer noch) großen Community gepflegt wird und die kanadische Firma ActiveState die Sprache konsequent weiterentwickelt, kommt kaum noch aktuelle Literatur auf den Markt. Schade, denn Tcl ist ein äußerst effektiveres Werkzeug.

Ein Bereich, aus dem Tcl bei Neuentwicklungen eigentlich nicht mehr vorkommt, ist die Webentwicklung, dabei konkurrierte Tcl hier lange Zeit sehr erfolgreich mit Perl. Inzwischen sind beide – Tcl wie Perl - von PHP, Ruby, Python oder Java Technologien verdrängt. Kaum noch ein Entwickler kann sicher und effektiv mit CGI, den Common Gateway Interface, umgehen. CGI war für über fast 10 Jahre die einzige Möglichkeit Dynamik ins Internet zu bringen.

Was tun, wenn vorhandener Tcl Code gepflegt werden muss, womöglich noch in Form eines CGI (Frameworks)? Dann hilft eigentlich nur der Griff in das Regal eines Antiquariats: CGI Programming with Tcl von David Maggiano kann ich in einen solchen (Not)fall uneingeschränkt empfehlen.

Neben einer Einführung in Tcl, der der CGI Bibliothek wird auch noch Expect sowie das Tcl Browser Plugin behandelt. Dieses Plugin war Ende der 1990iger so übrigens wichtig, dass die NASA eine eigene Version davon entwickelte.

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